Gut zu wissen: der Ablauf einer Bestattung

Eine Bestattung ist nichts Alltägliches. Sie ist eine emotionale, aber auch organisatorische Herausforderung für Angehörige und für Trauergäste oft mit vielen Unsicherheiten verbunden. Deshalb möchten wir Ihnen hier den typischen Ablauf einer Bestattung nahebringen. Natürlich kann sie auch ganz anders verlaufen – denn es gibt viele Gestaltungsfreiräume, die Sie für sich im Geiste des Verstorbenen nutzen können.

Abschied nehmen

Sie haben die Möglichkeit, im Raum des Abschieds der Kapelle Friedenshügel oder in Räumlichkeiten des Bestatters am offenen Sarg Abschied zu nehmen. Dabei wird Ihnen so viel Zeit gewährt, wie Sie brauchen.

Die richtige Trauerkleidung

Auch heute ist es noch üblich, am Tag der Beisetzung schwarze oder zumindest gedeckte Kleidung zu tragen. Schwarz gilt bei uns als Symbol für Trauer und Verlust. Früher wurde schwarze Trauerkleidung von engen Angehörigen ein ganzes Jahr hindurch getragen, das kommt heute allerdings kaum noch vor.

Der Ablauf der Trauerfeier

Vor der Beisetzung findet eine Trauerfeier für den Verstorbenen statt. Sie kann in den Kapellen der Flensburger Friedhöfe, in Kirchen oder entsprechenden Räumen der Bestatter stattfinden.  Für die Angehörigen ist eine persönlich gestaltete Trauerfeier eine wichtige Hilfe, um den schweren Moment des Abschieds verarbeiten zu können. Über die Zahl der Trauergäste entscheiden die engsten Familienangehörigen. Man sollte dabei bedenken, dass auch Nachbarn, Bekannte, Freunde oder Arbeitskollegen das Bedürfnis haben, Abschied zu nehmen.

Vor der Trauerfeier: Meist sind die engen Angehörigen bereits einige Zeit vor Beginn der Trauerfeier vor Ort, um Freunde und die Familie zu begrüßen oder noch einen Moment in Stille am Sarg verweilen.

In einem Kondolenzbuch kann jeder Trauergast seine Anteilnahme noch einmal schriftlich ausdrücken. Es liegt in der Kapelle zu Beginn der Trauerfeier aus.

Die Sitzordnung während der Trauerfeier sorgt oft für Unsicherheit. Hier gilt: In der Trauerkapelle nehmen die engsten Angehörigen in der ersten Reihe Platz. Familienmitglieder oder Freunde, die eine Rede halten werden, setzen sich in die Nähe des Rednerpultes, um ungehindert aufstehen und nach vorn gehen zu können.

Die Trauerrede ist ein wesentlicher Bestandteil der Trauerfeier. Sie würdigt das Leben des Verstorbenen in einem Rückblick und gibt der Trauergemeinde Trost und Kraft. 

Nach der Trauerfeier verlässt meist der Pastor bzw. der Trauerredner mit dem von Sargträgern getragenen Sarg die Kapelle, gefolgt von den engsten Angehörigen, die Trauergemeinde schließt sich an.

Die Erdbeisetzung

Während des Gangs zum Grab läutet die Glocke der Kapelle, bis die Trauergemeinde angekommen ist.

Am Grab selbst stehen die nächsten Angehörigen neben dem Pastor oder dem Trauerredner, die restliche Trauergemeinde stellt sich dahinter auf. Nach Gebeten oder einer Ansprache wird der Sarg hinabgelassen.

Dann, zum Ende der Beisetzung, verabschieden sich die Trauernden nacheinander am Grab von dem Verstorbenen, indem sie Erde, Blumen oder Blütenblätter auf den Sarg werfen. Das symbolisiert einerseits die christliche Vorstellung, dass der Verstorbene wieder zu Erde wird und wieder aufersteht, andererseits betten die Angehörigen den Verstorbenen so zur letzten Ruhe, indem sie ihn bildlich zudecken.

Die engen Familienmitglieder gehen als Erstes ans Grab, dann folgen die restlichen Mitglieder der Trauergemeinde. Nach dem Gang ans Grab spricht die Trauergemeinde üblicherweise den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. Familienangehörige und enge Freunde oder Verwandte bleiben meist noch eine Zeit am Grab, die restliche Trauergemeinde zieht sich nach den Beileidsbekundungen zurück.

Wenn alle Trauergäste den Friedhof verlassen haben, schließen Mitarbeiter des Friedhofs das Grab und belegen den Grabhügel mit den Kränzen und Gestecken der Trauerfeier.

Die Urnenbeisetzung

Die Trauerfeier findet mit dem aufgebahrten Sarg in der Regel wie oben beschrieben statt. Nach Ende der Feier bleibt der Sarg entweder in der Kapelle zurück und die Trauergemeinde verabschiedet sich am Sarg oder er wird von Sargträgern zum vor der Kapelle stehenden Bestattungsfahrzeug getragen. Die nächsten Angehörigen stehen neben dem Pastor oder Trauerredner vor dem Sarg, verabschieden sich und legen meist Blumen auf den Sarg. Die restliche Trauergemeinde erhebt sich nacheinander von den Plätzen und verabschiedet sich. Die Glocke läutet, bis die Trauergemeinde die Kapelle verlassen hat oder der Sarg im Bestattungsfahrzeug ist.

 Die Kremation erfolgt im Flensburger Krematorium immer innerhalb von drei Arbeitstagen, danach kann die Urnenbeisetzung im engeren Angehörigenkreis erfolgen. Nach Gebeten oder einer Ansprache wird die Urne in das Grab hinabgelassen.

Dann, zum Ende der Beisetzung, verabschieden sich die Trauernden nacheinander am Grab von dem Verstorbenen, indem sie Erde, Blumen oder Blütenblätter auf die Urne werfen. Das symbolisiert einerseits die christliche Vorstellung, dass der Verstorbene wieder zur Erde wird und wieder aufersteht, andererseits betten die Angehörigen den Verstorbenen so zur letzten Ruhe, indem sie ihn bildlich zudecken.

Der Beerdigungskaffee

Nach der Beisetzung trifft sich die Trauergemeinde mit den Hinterbliebenen in der Gaststätte, in der der Beerdigungskaffee oder Leichenschmaus stattfindet. Der Beerdigungskaffee ist eine Möglichkeit, die Verbundenheit der Trauergesellschaft mit dem Verstorbenen auszudrücken. Es ist ein so selbstverständliches Ritual, dass dafür keine besondere Einladung ausgesprochen wird. Die Trauergemeinde hat die Möglichkeit, Erinnerungen an den Verstorbenen auszutauschen.

Weitere Informationen zu Hilfestellungen, die Sie als Tröstende leisten können, finden Sie unter „Die richtigen Worte“